Nachhaltigkeit & Klimaschutz

Nachhaltigkeit bedeutet ethisches Handeln überall dort, wo die Kirche tätig ist

Bei der Wahl ihres Arbeitsplatzes bevorzugen immer mehr Menschen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die nachhaltig handeln und ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft nachkommen.

 

Nachhaltigkeit bedeutet für das Erzbistum Paderborn ethisches Handeln überall dort, wo die Kirche tätig ist. Die Hinwendung zu den Menschen, der sorgsame Umgang mit der Umwelt und ihren Ressourcen sind wesentliche Grundlagen des kirchlichen Handelns – sie sind der Kirche „ins Stammbuch geschrieben“.

Klimaschutz

Das Erzbistum Paderborn nimmt die Herausforderungen des Klimawandels an: Unter dem Leitwort „Ressourcen schonen. Schöpfung bewahren.“ haben wir zahlreiche Umweltschutzaktivitäten gebündelt.

Klimaschutzkonzept

Unser Klimaschutzkonzept enthält eine Analyse des CO2-Ausstoßes des Erzbistums Paderborn von 2018. Daraus haben wir 44 Maßnahmen abgeleitet, wie wir unsere CO2-Emissionen bis 2050 senken können. Dabei reicht der Katalog von einer energiesparenden Bewirtschaftung der Immobilien über die Förderung eines umweltschonenden Mobilitätsverhaltens bis hin zu nachhaltigen Beschaffungsmöglichkeiten.

 

Etablierung eines Klimaschutz- und Gebäudeenergiemanagements

Das Klimaschutzmanagement des Erzbistums Paderborn verantwortet die Entwicklung ökologischer Leitlinien, die Etablierung von Aktionen zum Klimaschutz sowie die Vernetzung aller Beteiligten. Unterstützung im Bereich Immobilien leistet darüber hinaus unser Gebäudeenergiemanagement.

Erstellung von Energiegutachten

In den vergangenen fünf Jahren haben wir in über 560 kirchengemeindlichen Gebäuden die Energieverbräuche erfasst und Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Neben Großprojekten trugen vor allem zahlreiche kleinere Maßnahmen dazu bei, dass in den stärksten zehn Gemeinden bereits 380.000 Kilowattstunden eingespart werden konnten.

Mobilität

Der Fuhrpark des Erzbistums Paderborn enthält bereits ein Elektroauto, welches zur Postverteilung und für Botengänge genutzt wird – und das wird sicherlich nicht unser letztes E-Auto bleiben. Durch die Bereitstellung von rabattierten Jobtickets fördern wir die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Außerdem bieten wir attraktive Pakete für Leasingfahrräder oder Leasing-E-Bikes. Vielfach können unsere Mitarbeitenden dank flexibler Arbeitszeiten ihre Arbeitszeit so wählen, dass sie das Pendeln in Stoßzeiten vermeiden – das spart nicht nur Kraftstoff, sondern sorgt auch für weniger CO2-Ausstoß. Unsere Mitarbeitenden sind dazu angehalten, Termine oder Gespräche, die in der Regel mit einer Dienstreise verbunden sind, wenn möglich, durch Videokonferenzen zu ersetzen. Mit Blizz oder Zoom stehen wunderbare Tools zur Verfügung, die so manchen gefahrenen Kilometer sparen.

Nachhaltigkeit im Büro

Zugegeben, bis zum papierfreien Büro wird wohl noch einige Zeit vergehen – nichtsdestotrotz haben wir bereits einige Maßnahmen realisiert, um dem Ziel näherzukommen. So haben wir im Jahr 2016 den überwiegenden Teil unserer Papierakten durch eine elektronische Aktenführung abgelöst.

Schöpfungsverantwortung

Christen sind zur Wahrung der Schöpfung verpflichtet – das bekräftigt Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si“. Auch das Erzbistum Paderborn nimmt diese Verpflichtung ernst – das zeigen unter anderem diese beiden Beispiele:

Jugendbauernhof Hardehausen

Seit 1991 betreibt das Erzbistum Paderborn das Jugendhaus Hardehausen als pädagogische Bildungseinrichtung. Zum Jugendhaus gehört auch ein Jugendbauernhof. Kinder und Jugendliche machen dort nicht nur praktische Erfahrungen mit Natur und Umwelt und erleben Flora und Fauna in einer weitgehend intakten Umwelt. Sie lernen dort auch ganz pragmatisch und am lebenden Beispiel, was Schöpfungsverantwortung bedeutet.

Dom bietet Heimat für zwölf Bienenvölker

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es fast selbstverständlich, dass Pfarrer im Dorf einige Bienenvölker im Garten stehen hatten. Mit der Ansiedlung von zwölf Bienenvölkern am Dom im Jahr 2018 wollen wir nicht nur eine lange Tradition wieder aufleben lassen, sondern in erster Linie einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt unserer Natur und damit unserer Schöpfung leisten. Der gewonnene Honig der Dom-Bienen kann jährlich an den Liboritagen am Infostand vor dem Paradiesportal erworben werden. Ein Euro des Preises geht für caritative Zwecke an den Dom.

Soziale Verantwortung

Für Seelsorge, caritative Aufgaben sowie Bildung und Erziehung setzt das Erzbistum Paderborn den größten Teil seiner personellen Ressourcen und finanziellen Mittel ein. Damit werden wir unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Veranschaulichen möchten wir dies durch einige Beispiele:

72-Stunden-Aktion

Die 72-Stunden-Aktion ist eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände. In 72 Stunden werden dabei in ganz Deutschland Projekte realisiert, die unsere „Welt ein Stückchen besser machen“. Die Projekte betreffen politische und gesellschaftliche Themen und sind lebensweltorientiert – durch sie erhält der Glaube „Hand und Fuß“. 2019 erhielt die 72-Stunden-Aktion eine besondere Auszeichnung: den Medienpreis Bambi.

Flüchtlingshilfe

Seit Oktober 2014 gibt es im Erzbistum Paderborn den Flüchtlingsfonds, der bisher mit fünf Millionen Euro ausgestattet ist. Kirchengemeinden und weitere kirchliche Trägerinnen und Träger des Erzbistums erhalten aus ihm finanzielle Unterstützung, damit sie sich um jene Menschen kümmern können, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Sie möchten in der Flüchtlingshilfe selbst mit anpacken? Dann finden Sie auf unserer Plattform ein breites Spektrum an Informationen, Tipps und Ansprechpersonen.

Katastrophenhilfe

Aus unserem Katastrophenfonds leisten wir immer wieder unbürokratisch Hilfe bei Krisen oder Naturkatastrophen rund um den Globus – und stellen somit auch unsere weltkirchliche Solidarität unter Beweis. Die Gelder fließen in der Regel entweder direkt an die Bistümer der betroffenen Gebiete, deren Arbeit von den Menschen vor Ort besonders gebraucht wird, oder an Hilfsorganisationen wie die Caritas. Jährlich stellt das Erzbistum Paderborn aus seinem Katastrophenfonds bis zu 300.000 Euro an Nothilfe zur Verfügung.

Spenden unserer Mitarbeitenden für regionale Hilfsprojekte

Vielen unserer Mitarbeitenden ist es wichtig, gegenüber bedürftigen Mitmenschen Solidarität zum Ausdruck zu bringen. Daher haben wir im Jahr 2011 die Aktion Rest-Cent ins Leben gerufen. Mitarbeitende sind dazu eingeladen, die Rest-Cents ihres monatlichen Gehalts oder auch darüber hinausgehende Beträge zu spenden. Derzeit unterstützen wir damit die Beratungsstelle Belladonna in Paderborn, die vom Sozialdienst katholischer Frauen e. V. getragen wird. Die Mittel der Aktion Rest-Cent dienen der Finanzierung von Traumatherapien für Kinder, die von sexueller oder häuslicher Gewalt betroffen sind.

Ethisch-nachhaltiges Kapitalanlagemanagement

Mit unseren zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln wollen wir langfristig die Erfüllung kirchlicher Aufgaben sicherstellen. Dies erreichen wir durch einen verantwortungsvollen Umgang mit dem vorhandenen Vermögen und ein nachhaltig ausgerichtetes Kapitalanlagemanagement.

Grundsätze bei Kapitalanlagen

Die Orientierungshilfe „Ethisch-nachhaltig investieren“ des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und der Deutschen Bischofskonferenz sowie unsere 2017 eigens auferlegten Grundsätze der Kapitalanlage unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien beschreiben unsere Anlagenpolitik. Neben der Sicherheit der Anlagen, einer angemessenen Rendite, einer breiten Streuung des Vermögens und einer ausreichenden Liquidität spielt die ethisch-nachhaltige Werteorientierung eine wichtige Rolle.

Anlagepolitik des Erzbistums Paderborn

Das Erzbistum Paderborn schließt grundsätzlich Investitionen in Unternehmungen aus, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, embryonale Stammzellenforschung betreiben oder die gemäß der Definition der Vereinten Nationen geächtete Waffen herstellen beziehungsweise deren Geschäftspraktiken sehr schwere Kontroversen aufweisen. Weitere Ausschlusskriterien sind ein Umsatzanteil von mehr als zehn Prozent in der Produktion oder 15 Prozent im Handel von Rüstungsgütern, Tabakwaren, Verhütungsmitteln, Atomstrom, gentechnisch verändertem Saatgut, Kosmetika mit Tierversuchen, kontroversen Formen des Glücksspiels und pornografischen Produkten.

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